Archiv der Kategorie 'Bondage Fairies'

Schlachtrufe in wiesbaden!

Schlachtrufe Audiolith

Auf in die Schlacht! Als wir das Schlachtfeld um kurz nach 20.00 Uhr erreichten und uns durch die wie so oft endlos lange Schlange vor dem Eingang gekämpft hatten, waren die Bondage Faries aus Schweden und mit Stockholm Syndrom T-Shirt bereits auf der Bühne. Super Sound! Im Anschluss folgten We Are Enfant Terrible aus Paris und rockten den Schlachthof ebenfalls. Ich war und bin immer noch begeistert. Warum waren diese beiden großartigen Bands nur Vorbands? Ich kannte von den Enfant Terribles bisher nur weniger Lieder, die sie gleich am Anfang ihres Auftrittes spielten. Danach folgte dann noch eine schöne Ladung Punkrock vom Feinsten! LOVE! Ich habe mich später kurz mit der Sängerin unterhalten. Ihr gefiel es in Wiesbaden scheinbar genauso sehr wie uns und meinte, dies wär erst ihr drittes Konzert in Deutschland. Nach all dem Liebesrausch der „Vorbands“ waren Bratze und Egotronic fast schon Nebensache. Aber nicht etwa, weil sie schlecht(er) gewesen wären. Nein im Gegenteil: Bratze lieferten wie immer ihre Best Of nahezu perfekt ab und bei Egotronic gab‘s mal wieder keinen Halt, da musste auch der letzte Tanzmuffel die Beine (oder zumindest die Arme) bewegen. Aber irgendwie ist es doch aufregender neue Bands kennen zu lernen bzw. Bands live zu sehen, die man vorher noch nicht auf einer Bühne angetroffen hat. Ein richtiges Highlight gab es dann allerdings doch noch: Yari live auf der Bühne mit „Was soll’s“! Eine gehörige Portion Respekt meinerseits für den Mut vor so vielen Leuten zu singen! Leider war dann auch alles wieder ganz schnell vorbei. Bereits um 0.30 Uhr beförderten die Securities uns mithilfe einer Absperrkette nach draußen. Hätte mir gewünscht, dass es noch ein wenig länger gegangen wäre…

***************
herzlichen dank fuer den spontanenbericht liebe saskia!

audiolith am wochenende

Plemo & Rampue

15. Oct 2010 digital analog – München
______________________________________________________

DJ M T DANCEFLOOR

15. Oct 2010 STALL 6 – Zürich
15. Oct 2010 HIVE – Zürich
______________________________________________________

Supershirt

14. Oct 2010 Zwischenbau – Rostock
15. Oct 2010 Volksbad – Flensburg
16. Oct 2010 Übel&Gefährlich – Hamburg
19. Oct 2010 Zum Teufel – Heidelberg
20. Oct 2010 Salon Hansen – Lüneburg
______________________________________________________

Frittenbude

15. Oct 2010 centrum – erfurt
16. Oct 2010 Stadthalle – Lahnstein
______________________________________________________

Bondage Fairies

14.10. Hamburg – Uebel & Gefährlich (+Grossstadtgeflüster)
15.10. Berlin – Magnet (Intro Intim)
16.10. Döbeln – Rohtabak
17.10. Heidelberg – Villa Nachttanz
18.10. Landau – Fatal
19.10. Magdeburg – Cafe Central
20.10. Potsdam – Waschhaus
_____________________________________________________

Bratze in der on3 Lesereihe

18.10. Regensburg – Alte Mälzerei
19.10. Nürnberg – K4
20.10. Würzburg – Cafe Cairo
21.10. Augsburg – Schwarzes Schaf

mehr infos dazu HIER

und das sei ihnen besonders ans herz gelegt…

…liebe audiolith-audienz!!!
WIESBADEN ! wird nach dieser nacht nicht mehr so sein wie vorher:-) abriss total! macht alle mit!

--> tickets hier

fuer die, die es auf der fusion verpasst…

…haben!

vielen dank an sven fuer das video! super!

bondage fairies, frittenbude und egotronic in jena

Der Mai ist gekommen – Audiolith schlägt aus

Freitagmorgen, irgendwann viel zu früh, verdammt, wer ruft mich denn da an, oh Mist, vergessen den Wecker auszustellen. Na ja, wenn ich schon mal wach bin, kann ich auch gleich den Bericht schreiben…

Am Montag stand fest: Jenas Rosenkeller am Vater-/Männer-/Herrentag/Himmelfahrt/wieauchimmer ist ausverkauft und von vornherein war klar gewesen: Abendkasse ist nicht. Und trotzdem lungerten zig Grüppchen auf der Straße herum, die die Hoffnung auf ein kleines Wunder nicht aufgaben. Da das mit der Gästeliste perfekt geklappt hat (DANKE SCHÖN!), konnte ich noch einen jungen Mann mit meinem Ticket beglücken (Und das zu einem humanen Audiolith-Freundschaftspreis – es gibt Berichte von Leuten, die ihre Karte für 50 [FÜNFZIG] EURO!! weiterverkauft haben…)
Ich also ganz cool an der Schlange vorbeigegangen, brav meinen Namen gesagt, Stempel bekommen, die 30 Cent für die Garderobe rausgehauen und runter in die Rose.

Als um kurz nach zehn Bondage Fairies mit ihrer Show begannen, war die Location für Support-Band-Verhältnisse schon recht gut gefüllt. Die durchgeknallten Schweden lieferten eine gute Show, das Publikum ging stellenweise ziemlich ab und spätestens als sie nach einer kleinen technischen Panne „Zeta Reticuli“ spielten, war auch der Letzte davon überzeugt, dass die Fairies als Vorband eine absolut runde Sache waren.

Dann folgte der Teil des Abends, der sich mit zwei Worten beschreiben lässt: Totale Zerstörung. Doch von vorne…
Gegen elf Uhr betraten die Jungs von Frittenbude die Bühne. Und was machen die? Spielen sie zunächst ein paar nette, ruhige Songs aus „Katzengold“? Nein! Das Ziel schien klar: Publikum kaputt raven! Und deshalb startete das Fritten-Set mit den Krachern „Hildegard“ und „Jung, abgefuckt, kaputt und glücklich“. Kein Kommentar. Anschließend folgten einige Lieder aus dem neuen Album, die live ziemlich gut rüberkamen (jetzt fiebere ich dem 28. Mai noch mehr entgegen). Um den Berlinern von Egotronic quasi schon etwas zuzuarbeiten, durfte natürlich die Frittenbude-Version von „Raven gegen Deutschland“ genauso wenig fehlen wie der fast schon Klassiker „Pandabär“. Man konnte einfach sehen, dass die Jungs Bock hatten, eine gute Show abzuliefern und dafür auch vollen Einsatz zeigten. Beim „Steven Seagull Remix“ kniete Rüde sich auf den Boden, Martin beeindruckte mit Akustikeinlagen an Rassel und Tröte (einem Überbleibsel der Bondage Fairies-Show) und das Basslaster Ja!kob tränkte seine Arbeitsgeräte förmlich mit dem Schweiß, der ihm von der Stirn tropfte. Nach einer Stunde war die Frittenbude-Party eigentlich vorbei und da die Leute offensichtlich zu zerravt waren, um eine Zugabe zu fordern, nahm Jakob die Sache in die Hand:
„Ey,(zu Rüde und Martin) ihr könnt noch nicht gehen. Ich glaube, ihr wollt noch einen, oder?“
Sehr charmant gelöst und er hatte ja Recht. „Raveland“ und das laut Rüde offizielle Lieblingslied der Fritten „Mindestens in 1000 Jahren“ wurden nachgeschoben und machten den Auftritt perfekt.

Viel Zeit, um diese Exzess-Offensive zu verdauen, gab es nicht. Als ich von der Toilettenpause zurückkam, spielten Egotronic bereits „Toleranz“ als ersten Song, schoben dann direkt „Raven gegen Deutschland“ hinterher – und die Menge tobte. Die Mischung aus alten und neuen Songs stimmte auch hier. Ich war gespannt gewesen, wie das ganze Rumgefeature auf der neuen Platte wohl live rüberkam, aber eventuelle Probleme wurden geschickt gelöst. Da wir uns unweit der Heimat von Captain Capa befanden, ließ deren Sänger Ashi es sich nicht nehmen, seinen Anteil an „You“ live zu performen, Rüdes Vocals in „Was solls“ kamen vom Band und der Part von Saalschutz in „Das Leben ist tödlich“ wurde von Endi übernommen. Der schien sowieso auffallend gute Laune zu haben, war die ganze Zeit am Grinsen, ließ sich aus dem Publikum bereitwillig Bier reichen und spendete im Gegenzug Zigarette und sein Wasser-Tetrapak zum Trinken für einige (An dieser Stelle: Danke dafür :) ) und als Dusche für alle. Schön war auch Torsuns Bitte, beim Tanzen doch die Ellenbogen nicht zu den Seiten auszufahren, denn:
„Ich will nicht, dass die Leute kämpfen, ich will, dass die tanzen!“

Für „Ich kanns nicht sagen“ schnallte Torsun sich wie angekündigt den Bass um und machte daran eine überaus gute Figur. Überhaupt nahm das Egotronic-Konzert ansatzweise Pop-Dimensionen an. Der schon gewohnte populäre Publikumsgesangspart bei „Lustprinzip“ und das in „Der Weg zu zweit“ eingebaute Die Ärzte-Sample (das laut Band sogar in Jena entstanden ist) wurden dadurch getoppt, dass Endi von einem weiblichen Fan ständig angefasst wurde und uns mitgröhlenden Erste-Reihe-Ravern bei der zweiten und letzten Zugabe „Die Partei“ (die fast schon in Boygroup-Formation von allen drei in der Mitte der Bühne performt wurde – wir wollen jetzt nicht weiter darauf eingehen, welche obszönen Bewegungen KT&F und Endi vollführt haben ;) ) das Mikrophon einzeln vor die Nase hielt und wir voller Freude reinbrüllten. :D

Irgendwann, Zeit war inzwischen nur noch eine schwammige Masse, war das Ganze zuende. Was bleibt?
Blaue Flecken an den Oberschenkeln auf Höhe des Bühnenrands, Tinnitus, Heiserkeit und das gute Gefühl: „Audiolith ist für uns alle tödlich“ – aber bis dahin können wir noch ein paar Jahre ordentlich mit ihnen feiern.

mehr fotos vom abend in jena einfach clicken!

**********
vielen vielen dank fuer den wunderbaren bericht liebe marisa.