Beiträge von NightFlight78

Renate vor der Winterpause

Der Tante Renate, 5. Dezember 2009, Weltruf, Kiel

Nach wieder mal gefühlten 1000 Auftritten 2009 das letzte Mal DTR dieses Jahr. Und das im pünktlich zum Beginn gut gefüllten Weltruf in Kiel, das mit diesem Konzert angeblich eine Art Qualitätsoffensive starten will – zumindest nach Aussagen von Norman, der an diesem Abend richtig Bock hat. Das Publikum definitiv auch und nachdem der Nebel, von dem es sogar für Tante-Verhältnisse extrem (zu) viel gab, gelichtet hat, gibt’s voll auf die Ohren.
Renate
Leute feiern von Beginn an alles ab, egal ob Renate-eigene Kompositionen wie „Black“ oder „Vagabound“, Remixe, wie „Eins“ von Escape Hawaii (den man sich auch gerne mal live antun sollte) oder das inzwischen schon obligatorische Slayer-Cover „Raining Blood“. Ziemlich sinnloses Gebolze das Ganze, aber auch richtig geil. Findet Kiel, findet Renate.
Leute
Als Zugabe gibt’s noch „Beknacktodrom“ (Renate in Kiel gewesen, ClickClickDecker in Kiel gewesen, Frittenbude in Kiel gewesen, Egotronic in Kiel gewesen, Plemo in Kiel gewesen, Rampe, Miki, Supershirt und Bratze sowieso – wieso verdammt waren Saalschutz noch nie hier?) und , wie mehrfach gewünscht, „Dennis bester Tag“ und den Klassiker „666 (sächs, sächs, sächs, alter!) Deluxe“.
Renate nochmal
Danach schnell Musik vom DJ-Pult und Licht an, sonst hätte Gefahr bestanden, dass Renate noch die ganze Nacht hätte durchspielen müssen. Bis Finger bluddich und so. War aber auch so mal wieder genialer Abend. Freut man sich schon auf Bratze (und Captain Capa) im nächsten Jahr.

Paar mehr Bilder hier

Ein kleines bisschen Melancholie

- Clickclickdecker, 16. Oktober 2009, Pumpe, Kiel -

Draußen ist es ein ungemütlicher und nasskalter Oktobertag in einer, zu dieser Jahreszeit eher trist wirkenden Stadt. In dieser Stadt, nämlich Kiel, wurden aber in den vergangenen Jahren immer wieder Weichen gestellt, die dazu führten, dass an diesem Abend in der Pumpe nicht nur Kevin Hamann also known as Clickclickdecker sondern zudem Oliver Stangl, Simon Rass und Lars Lewerenz auf der Bühne stehen. Und die Spielfreude, dieser vier Herren, die inspiriert von einem Jazzkonzert mit Manfred Krug teilweise extra für ihre Soli eingeflogen werden, ist an diesem Abend grandios. Auch gerissene Saiten werden charmant überbrückt, wirken fast wie ein Teil der Show. Das Publikum dankt es, hört zu fühlt sich wohl. Beide Seiten haben Spaß. Vielleicht mischt sich in dieses Hoch an Wohlfühlfaktor auch ein kleines bisschen Melancholie, sind es schließlich die letzten Konzerte vor der Livepause von Click. Aber ein wenig melancholisch sein, kann manchmal auch ganz gut tun. Also unbedingt noch einen der nächsten Termine mitnehmen.

click

…ein paar Bilder aus Kiel.

За ваше здоровье Kieler Woche!

KiWo-Bummel mit den beiden Juris

„Was ist denn jetzt mit Saufen?“ – perfekte Überbrückung für die Zeit zwischen Soundcheck und Stagetime. Also raus und ab aufn Internationalen Markt der KiWo. Der liegt praktischerweise direkt am Rathausbunker, wo sich die Juris noch später am Abend die Ehre geben.
Rentierblut aus Finnland soll bei der kleinen Weltreise den Anfang bilden. Säge als bekennender Beilagenesser ist zunächst noch skeptisch, aber als eine junge Finnin Preiselbeerlikör und gut gekühlten Wodka in ein Glas kippt, ist alles okay. Kippis!
Finnland
Guter Anfang, aber ohne passende Grundlage, und das weiß ich seit einem Abend in Schwerin, könnte der Abend gefährlich werden. Über die Art dieser gehen die Vorstellungen allerdings sehr auseinander: Arni will ein „blutiges Steak vom Argentinier“, Säge entscheidet sich für ohne totes Tier: Indisch. Keine gute Wahl an diesem Tag, denn das Zeug schmeckt eher nach Füßen, als nach Curry (der Mixteller vom Pakistani kommt viel besser).
Auf diese Enttäuschung gibt’s erstmal nen Wodka bei den Russen – stilecht mit Gurke. Man kann sich zuhause fühlen. Vashe zdorovie!
Russland
Hinterm Tresen wird fröhlich mitgetrunken. Aber wenn es auch so lecker ist…Arni entscheidet sich währenddessen für gebratene Champignons aus Dänemark.
Anschließend Suche quer durch Europa nach Bratkartoffeln (Säge ist mit der Grundlage noch nicht zufrieden), die aber scheitert. Stattdessen Eis beim Türken. Wer Spaß haben will, gibt anderen einen aus (Insider wissen das). Arni findet allerdings, dass das Ganze nach Plastik schmeckt. Dagegen hilft am besten ein Bierchen und Besoffene, die umfallen und/oder pöbeln, auslachen. Und davon gibt’s um diese Zeit einige zu beobachten. Eigentlich ein grausiges Schauspiel, gegen das nur Wodka hilft. Zum Beispiel Nusswodka aus Estland. Terviseks! Mein persönlicher Favorit fällt bei den Russen total durch.
Estland
Nicht aber die Pommes bei unseren Nachbarn. Der Holländer an sich frittiert halt gut. Und wie praktisch, dass nebenan eine Wahrsagerin wahrscheinlich alles über das neue Juri Gagarin Album weiß. Zitat Arni: „Säge, gib mir die 10 Euro. Ich kann sie auch in den Gulli schmeißen.“ Säge investiert aber lieber sinnvoller und ist hellauf begeistert.
Säge mit zehn Euro weniger
Mit hausgemachtem Melonenwodka (Prost/Cheers/Salute/whatever) geht es dann ab in den Rathausbunker auf ein gemütliches Bierchen und die Zeit ist sinnvoll überbrückt. Konzert kann losgehen (:
Melonenwodka

Kiel freut sich…

…auf Juri Gagarin
drunk russian
Morgen/27. Juni 2009/Rathausbunker Kiel

Dadajugend Polyform!! – Ihr „weitest wegster“ Gig so far

Dadajugend Polyform ist ja noch eher ein Geheimtipp, aber wenn man sich die Songs anhört, könnte man glauben, die Jungs haben jahrelang im Hardock Café mit allen möglichen Rock- und Electro-Größen abgehangen. Umso größer die Überraschung, wenn man die Dadajugend mal live mitnehmen kann. Die beiden Franken wirken eher nicht wie 30 Jahre Erfahrung im Bizz. ;)
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Gute Chance dafür war am Freitag im hohen Norden, genauer im Kieler Weltruf – Zitat DJPF: „Das ist unser am weitesten wegster Auftritt“. Ein Grund zum Feiern auf jeden Fall – und der Release von „Support Our Loops“ auf dem besten Label der Welt dazu. Aus diesem Grund dann Releaseparty an der Förde. Die Show der Dadajugend wirkte in etwa so wie ne große Wundertüte – das ganze inklusive Wechsel an Instrumenten und Mikrofon…
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„Automatica“ plus Lametta-Action – (leider) Schluss und Höhepunkt des Sets.
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Kiel hätte gerne noch etwas weiter gefeiert. Aber das kann man ja sicher nachholen, wenn die Jungs in paar Jahren mal Max oder Ostseehalle spielen. Die, die dabei waren, sind auf jeden Fall überzeugt: Potential ist da.

--> paar mehr Pics aus Kiel hier