Schools out in Schweinfurt

Hi Leute, hier nun unser Konzertbericht vom Audiolith Schools Out in Schweinfurt.

Man war das ein Trip, am Mittwoch den 27.7. einfach mal mit unsrem Audiolith-Freund Kiba 250 km aus dem schönen Sachsen ins unbekannte Bayernland. Und vorweg kann ich schon sagen, jeder Kilometer hat sich doppelt bezahlt gemacht. Wir fuhren nach dem Mittag mit guter Laune und 3 CDs gefüllt mit den besten Audiolith-Tracks auf den Weg, der Autobahngott schien uns gut gewogen zu sein und auch Fräulein Sonne schien den ganzen Tag auf uns herab und schien die Zeit im Flug vergehen zu lassen. Nachdem wir ankamen suchten wir uns erstmal unser Hotel, das in der Beschreibung anscheinend ziemlich hochgepusht wurde, es kam mir vor als wäre ich wieder im Osten im Jahre 1989 angekommen, aber da das Hotel sowieso nur zum Pennen dasein sollte, machten wir uns erst einmal über alles dort lustig und versuchten uns die Zeit bis 19 Uhr noch mit Rumhängen zu überbrücken, dann war es endlich 19 Uhr und wir beschlossen den Stattbahnhof aufzusuchen, der nur 5 Minuten zu Fuss entfernt war. Dort angekommen bestaunten wir erst einmal die Location, welche sich als relativ Partytauglich herausstellte und auch die anderen Besucher schienen so lustig und feierwütig wie wir zu sein. Mal wieder ein sehr schönes Gefühl überall von Audiolith-Shirts und Fans umgeben zu sein und man konnte förmlich schon die Erregung Aller in der Luft riechen. An dieser Stelle ein großes Respekt an die Veranstalter von Audiolith und dem Stattbahnhof. Die Location war groß genug für uns alle, verströmte eine angenehm familiäre Atmosphäre und auch das Personal, bzw. die Securities waren sehr nett (was man auch nicht überall als Standard hat ;) ). Schnell kam man am Einlass vorbei und schnell wurden an der Bar die ersten Tequilla in den Hals gespült und für nebenher gab es ja genügend Becks-Bier in einem grossen Kühlschrank. Immer mehr freuten wir uns auf Captain Capa, Egotronic und Frittenbude, da war selbst der Soundcheck ein Erlebnis. Kurz vor Anfang des Konzertes kam Hannes von Captain Capa noch einmal persönlich zu uns und begrüsste uns, nett wie immer der Herr Ashi. Dann ging es auch endlich los, obwohl es draussen noch hell war, aber wir schafften uns einfach unsre künstliche Nacht im Gehirn und fingen an den ersten Klängen von Captain Capa zu lauschen. Sie begannen wie so oft mit dem Track „Berlin Fainting“ und auf diesen folgte ihre erste Single aus dem Album, „Faraday“.

Ab der ersten Minute, konnten wir unsere Arme und Beine nicht mehr ruhig halten, auch wenn man merkte das viele Gäste wegen Frittenbude dawaren, wir machten unsere Party mit Captain Capa und huldigten ihnen Göttergleich. Als dann noch Torsun auf die Bühne gerufen wurde, um ihren Collabo-Track „I am Ryu you are Ken“ zu performen, hatten wohl auch die letzten im Publikum verstanden, was bei Captain Capa Phase ist. Hände flogen in die Höhe, es wurde schon leicht gepogt und alle sangen aggresiv die Parts von Capa und Torsun mit, was für ein wunderbares Gefühl, wenn man wie wir aus einem kleinen Dorf kommt .


Später wurden noch Hits wie „AT/A/REE 1309 ON“, „Lights and Heroes“ und „what you feel“ gespielt, welche von uns weiterhin genutzt wurde, abzutanzen und allen, die sich bei Capa noch unentschlossen waren, ob sie abgehen sollen oder nicht, den selben Drang weiterzugeben. Dann war der geile Auftritt von Captain Capa auch schon zuende und es begannen die kurzen Umräumarbeiten, die von allen Anwesenden genutzt wurden, um sich neue Getränke zu holen, eine zu rauchen oder neue Freundschaften zu schliessen. Dann RatzFatz standen auch schon Torsun und seine Crew von Egotronic auf der Bühne und wir begaben uns wieder in Richtung erste Reihe, welche langsam immer schwerer zu erreichen war.
Es gab Hits wie „Die richtige Einstellung“, „Die Sonne scheint“ und auch Ashi liess sich noch einmal auf die Bühne bewegen, um den Collabo-Hit „You“ zu performen.

In den ersten Reihen hatten sich mittlerweile schon riesige Pogo-Wellen gebildet, wann wurde immer von links nach rechts gedrängt…aber dafür machen wir sowas ja, da wir dann doch etwas Angst um die Bierflaschen in unseren Händen und die Köpfe der Leute vor uns hatten, beschlossen wir etwas weiter nach hinten zu geben, da man dort auch sehr gut ausgelassen tanzen kann und dabei allen Platz der Welt hat. Leute, die wir noch nie gesehen hatten, tanzen mit uns, feierten mit uns und wir teilten alles von Bier, über Knicklichter bis hin zu Schweiss. Immer wieder liessen wir uns kurz hinreissen, vom Tanzen abzulassen und einen kurzen Abstecher zum Merch-Stand zu machen, andem mittlerweile Hannes und Maik von Captain Capa standen und erfolgreich ihre Shirts an den Mann, bzw. die Frau brachten.

Sie waren nach wie vor sehr gut aufgelegt, wir konnten uns schön unterhalten, machten noch einige Fotos, aber schon mussten wir wieder auf die Tanzfläche bei Tracks von Egotronic wie „Lustprinzip“, „Was solls“, „Toleranz“ und natürlich „Raven gegen Deutschland“, welcher von allen hart gefeiert wurde.
Zwischen so gut wie jedem Track gab Torsun wie gewohnt einige seiner geilen Anekdoten von sich, schon allein das macht so ein Konzert zu einem Erlebis .


Nachdem Egotronic langsam die Bühne verliessen, bemerkte dann langsam der ganze Saal, das die Belüftung doch nicht unbedingt die Beste war und das mittlerweile jeder, der nicht nur still in der Ecke sass, klatschnass geschwitzt waren, wir für unsren Teil konnten unsere Shirts langsam ausringen, deshalb beschlossen wir schonmal am Merch-Stand noch ein paar schöne Shirts für unsere Sammlung zu erstehen und auch Torsun kam verschwitzt wie es nach einem Egotronic Konzert halt ist vorbei und bot schon an, später nachdem er sich frisch gemacht hatte, wieder zu kommen, um einen kleinen Plausch zu halten. Etwa eine Viertelstunde später war er frisch geduscht und mit einem Energy-Drink wieder am Start und stand uns und unserer Kamera Rede und Antwort, wobei wieder einmal zu bemerken war, was für ein gesellige Menschen Audiolith doch unter Vertrag hat, die sin sich auch für ihre durchgeschwitzten Fans nicht zu schade.

Mittlerweile war auch die Halle am Überlaufen vor schwitzenden Körpern, also kurz nach Draussen an die frische Luft und dann begann auch schon der Hauptakt des Abends, Frittenbude. Während des Umbaus erschienen auf einmal auch komische Gestalten, wie ein ausgewachesner Gockel in der Blüte seiner Jugend und weitere Freaks, die der Nacht entkommen waren. Begonnen wurde wie immer mit ihrem Smasher „Hildegard“ und hätte es an diesem Tag Acid geregnet, die Leute hätten trotzdem nicht aufgepushter sein können, als es im Stattbahnhof der Fall war, die Stimmung war am Überkochen. Aber Frittenbude gaben uns keine Zeit zum Ausruhen und Schlag auf Schlag folgten weitere Tracks wie „ob es reicht sie zu finden“, „vom Fliegen“ und „2 plus 4 gleich 0“. Später wollten sie unbedingt noch Torsun dazu bewegen, auf die Bühne zu kommen, zu ihrem Smasher „Raven gegen Deutschland“. Leider schien Torsun aber unsere Rufe unter seiner Dusche nicht zu hören, worauf Striezie und das Publikum einfach seinen Part einnahmen und laut „Wir haben euch was mitgebracht … BASS BASS BASS … Fürs Nazi- und Rassistenpack gibt’s HASS HASS HASS“ schrien. Danach spielten sie unter anderem noch „Dialog mit dem Tölpel“ und ihren letzten Single- und Girlie-Hit „Bilder mit Katze“. Ausserdem liessen sich am Ende nicht lumpen und gaben noch einmal „Mindestens in tausend Jahren“ zum Besten. Nach gut einer Stunde Tanzen und Transpirieren war auch dieser Spass vorbei und langsam wurde es ruhig im Stattbahnhof. Wir gingen langsam nach draussen und fanden uns alle auf dem Parkplatz ein. Viele lagen einfach nur noch da, einige wenige konnten sich noch auf den Beinen halten, der Rest der jüngeren Gemeinde wurde von Mutti oder Vati abgeholt und der harte Kern blieb langsam nur noch zurück.

Da kamen zu einer kurzen Session noch einmal die Leute von Captain Capa und Frittenbude vorbei, zu einer kleinen After-Hour.
Wir labberten noch circa eine Stunde lang, tranken eine Flasche Kirsch-Whisky, die man im warmen Zustand wirklich nicht geniessen konnte, und schmiedeten Pläne für die nächsten Konzerte. Ashi von Capa gab noch ein paar Anekdoten aus dem Touralltag von sich, viele jüngere Fans gingen einfach nur vorbei, was von uns sehr belächelt wurde. Dann kam auch schon das Taxi, was sich Ashi, Maik und der Rest von Frittenbude teilen wollten, wir verabschiedeten uns sehr herzlich und gingen kaputt und völlig geflasht zu unserem Hotel zurück. Als Fazit kann man nur sagen, das dies eines der besten Konzerte unseres Lebens war, man kann es mit nichts vergleichen, es hat einfach alles gestimmt. Die Location, die Bands, die Leute, alles war einfach perfekt und wir werden noch lang von diesem Erlebnis zehren. Ausserdem vielen Dank an KiBa, unseren Mitfahrer, der uns allen vorstellte.

Vielen Dank Audiolith.

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vielen herzlichen dank an kitty und basti für diesen doch durchaus nicht zu kurz geratenen bericht. spitze!