konzertbericht: 29.4.2011 Supershirt + Egotronic + Frittenbude in Kaiserslautern

Es ist ein schöner und angenehm warmer Abend. Viele Konzertbesucher sitzen auf Treppen, Mauern und Bänken vor dem Kammgarn in Kaiserslautern, als ich eine halbe Stunde vor Beginn dort ankomme. Zahlreich ist das schwarze Shirt mit den großen gelben Buchstaben vertreten.
20 Uhr: Selbst durch die dicken Mauern der alten Industrieanlage hört man den Bass des ersten Supershirtlieds und die bunte Besuchermenge strömt nach innen. Die drei Jungs von Supershirt geben Gas und bringen die Leute in Stimmung. Bei `8000 Mark´ kann einfach niemand ruhig stehen bleiben. Bunte Knicklichter werden ins Publikum geworfen und die Partystimmung ist perfekt. Während dem Auftritt ist es draußen noch hell, aber die `Nachtjacke´ bringt uns für ein paar Minuten die schützende Dunkelheit der Nacht. Nach einer Weile verklingt das letzte Lied. Es gibt eine kurze Pause und schon steht Egotronic auf der Bühne. Die Stimmung ist super! Jemand kann mal wieder nichts sagen, ein Nazischiff wird versenkt und Pilze machen alles bunt. Egotronic haben Spaß, wir haben Spaß und gemeinsam Raven wir gegen Deutschland und gegen den Naziaufmarsch, der nachmittags am Kaiserslauterner Hauptbahnhof stattgefunden hat. Zum Abschluss gibt uns `Mehr Bass´ mit schön viel Strobo noch mal die volle Dröhnung auf die Trommelfelle und Augen. Wie schon bei Supershirt, vergeht auch bei Egotronic die Zeit viel zu schnell. Doch kein Grund zur Traurigkeit, denn schon ist Frittenbude an der Reihe. Die Drei wissen wie man sich um sein Publikum kümmert: Strizi gießt die ersten paar Reihen, damit sie auch gut wachsen und mit Zucker in Form von Süßigkeiten wird der Hunger gestillt. Sportlich und sozial gefordert ist das Publikum bei der Wall of Love – auseinander laufen, wieder aufeinander zu und dann mal ganz dolle lieb halten. Als schließlich auch Frittenbude `Raven gegen Deutschland´ anstimmt und Torsun dazu auf die Bühne kommt, wird die Message des Liedes durch ein Meer aus erhobenen Mittelfingern unterstrichen.

„Wir haben euch was mitgebracht – Bass, Bass, Bass!
Fürs Nazi und Rassistenpack gibt’s – Hass, Hass, Hass!“

Kurz vor Schluss ist die Masse immer noch – oder erst recht – am kochen. Nach gemeinschaftlichem Singsang von Band und Publikum und einigen Zugaben ist kurz vor 24 Uhr leider auch bei Frittenbude Schluss. Am Merchandise Stand kann man sich schließlich noch mit CDs, T-Shirts und dem ganzen Rest eindecken, um die Zeit bis zum nächsten Konzert gut zu überstehen.
Kurz um, der Abend war spitze und es hat sich gelohnt nach Kaiserlautern zu kommen. Deswegen mein Appell an euch: Schaut nach wann es bei euch in der Nähe ein Konzert gibt, geht hin und habt Spaß!!!

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danke an anna für konzertbericht :) )