Interview mit Ira Atari

Am 18. März erscheint dein neues Album „Shift“. Wie unterscheidet es sich vom Letzten?

Weil ich das Album zusammen mit Ja!kob von Frittenbude gemacht habe, wird es natürlich ganz anders klingen als die EP mit Rampue. Ich würde sagen, dass die Songs reifer klingen als alles was ich davor gemacht habe. Die Zusammenarbeit mit Ja!kob war großartig. Ich habe viel gelernt. Ja!kob ist ein sehr talentierter und vielseitiger Produzent und ich schätze ihn als Mensch sehr – und das was uns verbindet ist die Musikbesessenheit (wenn es das Wort überhaupt gibt, aber ihr wisst schon…)

Wie sah die Zusammenarbeit genau aus?

Bei den meisten Songs war es so, dass Ja!kob mir die Instrumentals zugeschickt hat und ich Text und Melodie dazu geschrieben habe. Teilweise habe ich ihm auch Akkorde geschickt und er hat dann etwas daraus gebastelt. Es gibt auch einen einzigen Song auf dem Album den ich selber geschrieben und produziert habe: Tired. Ich bin ein bisschen stolz darauf obwohl er soundmäßig mit Ja!kobs Produktionen so gar nicht mithalten kann :)
Wir haben alles über das Internet gemacht und uns die Files hin- und hergeschickt. Ich auf dem Dorfe und Ja!kob in Berlin sitzend. Als alle Songs so gut wie fertig waren, bin ich nach Berlin gefahren und wir sind alles nochmal durchgegangen und haben den letzten Schliff gemacht.

Gehst du mit Ja!kob gemeinsam auf Tour?

Ich habe mir so sehr gewünscht, dass Ja!kob mitkommt und wir haben auch daran gedacht, dass ich zusammen mit Frittenbude auf Tour gehe. Das hat leider nicht geklappt. Aber Ja!kob ist zum Beispiel bei der Single Release-Party am 18. Februar dabei. Sie wird in Süddeutschland stattfinden. Wo genau, das erfahrt ihr in den nächsten Tagen auf meiner Seite:

Wer ersetzt ihn die restliche Zeit?

Ich werde zusammen mit einem guten alten Freund auftreten. Er heißt Carsten Brocker und wir haben in der Schulzeit in einer Band gespielt. Ich kenne ihn schon sehr lange und bin froh, dass er dabei ist. Für mich war es sehr wichtig mit jemandem auf Tour zu gehen, den ich gut kenne und dem ich vertraue. Er hat, wie ich, Klavier studiert – allerdings nicht klassisches Klavier, sondern Jazz-Klavier. Wir könnten uns auf Tour gegenseitig Klavierunterricht geben…ja oder lieber nicht.
Er hat bei dem neuen Album ‚Frei‘ von Polarkreis 18 als Sounddesigner und Studiomusiker mitgewirkt und schreibt eine Doktorarbeit über Kraftwerk. Sein Live Equipment: Moog Voyager, Mac und ein Vocoder. Die Auftritte die wir bisher zusammen gespielt haben, waren super und ich freue mich riesig auf das was kommt.

Bei deinen Auftritten kommt es leider nicht selten zu sexistischen Parolen. Wie gehst du damit um, vorallem als die einzige Frau bei Audiolith?

ja diese blöden Proleten – die gibt es tatsächlich. Wenn sie zu viel getrunken haben und Mama und Papa ihnen nichts beigebracht haben, dann kommen die ‚Ausziehen‘-Rufe. Ich finde es grausam und werde immer sehr böse.
Zum Glück sind diese Leute immer in der Unterzahl und wenn so etwas bei einer Audiolith-Party passiert, bekommen sie von uns allen die Meinung gesagt.
Sexismus = fail
Ich freue mich natürlich trotzdem sehr auf die kommenden Auftritte und irgendwann verstummen solche Rufe – da bin ich mir sicher.

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Wir danken herzlich für das kleine Interview.

Und als ein kleines Leckerbisses gibt es schon mal „Don‘t Wanna Miss You“ auf die Ohren:
Ira Atari – Don‘t Wanna Miss You (Radio Edit) by Audiolith