„Dann können wir das Konzert hier ja auch abbrechen…“

Wie hatte es soweit kommen können? Eigentlich ist die Stadt an der Förde im allgemeinen und die Alte Meierei im speziellen ja ein gutes Pflaster für Audiolith Acts. Und nun war es endlich an der Zeit, dass Saalschutz ihren Labelmates Plemo, Juri Gagarin und natürlich Egotronic folgen sollten. Die zwei Züricher hatten sich sogar extra durch Schnee, Eis und diverse Staus in den hohen Norden gekämpft, um ihr neues Album „Entweder Saalschutz“ dem kritischen Publikum vorzustellen. Doch statt eines herzlichen Willkommens an der Küste skandierte der hasserfüllte Mob von Beginn an Band-feindliche Parolen.

Noch schlimmer – als MT Dancefloor die aktuelle Single ankündigte, stand der Gig kurz vor seinem Ende. Ravepunk – ja, gerne. Aber eine bessere Welt? Nicht mit Kiel! ;)

Zum Eklat kam es dann aufgrund des unendlichen Charmes,

bruno

obwohl… unendlich plus eins! und ans Publikum verschenkter Blumen nicht. Und wahrscheinlich deshalb, weil es einfach mal ein verdammt gutes Konzert war und Kiel doch gar nicht sooo böse ist. Immerhin war trotz Mittwoch und glatter Straßen eine respektable Zuschauerzahl anwesend, von denen eigentlich alle die Headliner der Herzen schon in selbiges geschlossen hatten. Die kleine Lücke vor der Bühne wurde auch brav mit Tanzwilligen gefüllt und allerspätestens bei „SMS d‘amour“ war alles pure love.

rolf

Die Klassiker funktionieren halt immer und im Endeffekt gibt es ja auch keine Alternative. Entweder Saalschutz! Und da reihen sich auch die neuen Songs perfekt ein – allerdings: Wo waren die Wunderkerzen?

Die gibt es dann hoffentlich beim nächsten Besuch von Saalschutz, auf den man in Kiel hoffentlich nicht wieder so lange warten muss.

Noch ein paar Bilder aus Kiel von einem genialen Konzert hier.