Egotronic und Frittenbude in Aachen

Fetter als Elektrofikke

Unser erstes Audiolith Konzert. Was wir erwartet haben? Irgendwas zwischen krassen Neopunks auf der einen und vermummten Linken auf der anderen Seite.
Was wir bekommen haben? Nichts von dem und doch viel, viel mehr!
Es ist der 17.11.10 und wir frieren uns seit einer halben Stunde auf dem Weg zum Musikbunker den Allerwertesten ab. Und im 5 Minutentakt immer wieder der Satz, von irgendwem: „Höchstens noch 2 min!“. Irgendwann erreichen wir dann en riesiges Gebäude, was bei einigen von uns die Assozitaion mit Alcatraz hervorruft. Naja knapp vorbei is halt auch daneben. Während wir schon fröhlich zum Backstageeingang trotten, kommt dann doch jemand auf die Idee, dass der Haupteingang wohl auf der anderen Seite ist. Schade! Aber den Versuch war’s wert. Mit leichter Verspätung betreten wir ein Kellergewölbe desen Wände voll mit Graffitis, Stickern und Postern sind. Also genau die richtige Location für das was uns heute Abend erwartet.
Frittenbude und Egotronic haben zur „Fetter als Geld Tour“ geladen und die Massen sind natürlich zahlreich erschienen! Wir finden uns in einem bunt gemischten, jedoch überwiegend männlichen Publikum wieder. Noch schnell zum Merchstand, wo wir von einem netten Pandaweibchen begrüsst werden und dann ab in den Konzertsaal. Der Raum ist zum bersten gefüllt und der Weg zur Bar stellt sich als relativ beschwerlich heraus. Kaum ist das erste Bier ergattert geht`s auch schon los.
Die Jungs von Egotronic kommen auf die Bühne und das Publikum ist nicht mehr zu halten, sofort wird abgefeiert und getanzt. Wer „Raven gegen Deutschland“ auf dem Album schon geil findet sollte es unbedingt mal live erleben! Egotronic liefern eine astreine Show ab! Die Beats gehen in Mark und Bein und manch einer fühlt sich verleitet ein wenig zu pogen, was in der Masse aber etwas untergeht. Auch Egotronics neue Single „Was soll’s“ schlägt voll ein und spätestens beim Erlernen des Textes von „Verliebt“ und der gemeinsamen Interpretation des Publikums mit der Band schlagen die Herzen für Torsun und co.
Nachdem sich alle wieder ein wenig beruhigt haben und um die letzten Plätze an der Bühne gekämpft wird geht es erst richtig los! Frittenbude machen ihrem Namen alle Ehre und heizen der Crowd richtig ein! Schade ist nur, dass man von der Band die meiste Zeit recht wenig sieht, da die Nebelmaschine die Bühne voll im Griff hat.
Die Beats, sowie die wirklich sehr genialen Texte lassen die Menge nun vollständig ausrasten und abfeiern und trotzdem herrscht eine sehr entspannte Atmosphäre, und es fühlt es sich ein bisschen wie eine Homeparty an wenn Audiolith-fans unter sich sind. Die Songs vom neuen Album werden vom Publikum gleichermaßen abgefeiert wie die älteren Sachen, auch wenn die Songs etwas ruhiger sind. Doch auch die tiefsinnigeren Lyrics werden von einigen hoch geschätzt. Besonders das Liebeslied an Katze (und an’s eigene Label) „Bilder mit Katze“ ist hier ein absolutes Highlight. Beim Remix von „Raven gegen Deutschland“ gibt’s dann auch noch ma fette Unterstützung von Egotronic und der Song „Pandabär“ wird durch den (fast) echten Panda, der mit auf der Bühne und später auch im Publikum rockt, zum Highlight! Frittenbude spielen eine Zugabe nach der anderen um schließlich mit einem fetten „Mindestens in 1000 Jahren“ den Abend zu beenden.
Und nach dem Konzert? Geht’s natürlich ab zu Aachens bester Frittenbude, in der man so einige Fans wiedertrifft.

Fazit: Egotronic und Frittenbude liefern die Beats und Lyrics, die genau ins Herz dieser Generation treffen! Ob einfach nur zum abgehen, oder zum genauen hinhören und nachdenken. Definitv immer wieder empfehlenswert!

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vielen dank an anna fuer den wunderbaren bericht!